Mein Katzentagebuch

29.10.

Am Montag war es soweit. Der kleine Tiger musste sterilisiert werden. Mir war es morgens schon ganz schön schlecht, weil der Kleine mich immer so treuherzig anguckte und ich wusste, was er noch nicht ahnte. Ich dachte immer, jetzt geht es dir noch so gut, wie mag es dir nachher wohl gehen. Das Schlimmste aber war, dass er bis 12:00 Uhr nichts essen durfte und das war ein Kampf. Die beiden anderen rührten ihr Fressen nicht an und guckten immer zur geschlossenen Küchentür, wo den Tiger bleibt. Der saß von draußen vor der Tür und versuchte mit aller Macht irgendwie hinein zu kommen. Dann musste ich sehr schnell sein, die Türe auf, die Fressnäpfe weg geräumt und das Protestmiauen von Tiger ignorieren. Um es vorweg zu nehmen, an dem Tag hat keiner von den dreien viel gefressen. 

Dann konnte es losgehen, Tiger fühlte sich sehr ungemütlich in seinem Körbchen, in das er zuvor noch freiwillig gestiefelt war. Die Fahrt wurde von seinem Gesang begleitet. Ich kann euch sagen, er hat inzwischen schon die ganze Tonleiter drauf. Durchgeschwitzt kam ich beim Tierarzt an und das Wartezimmer war voll. Tiger sah zum ersten Mal in seinem Leben einen Hund, und der Hund zum ersten Mal eine Katze. Er war sichtlich interessiert und traute sich immer näher, um mal eine Brise zu nehmen. Tigers Schnurren wechselte in ein tiefes Brummen, was den Hund nicht sonderlich irritierte. Ihn bzw. Sie erwartete das gleiche Schicksal, nur noch etwas Komplizierter. Das Frauchen zauderte mit sich selbst, ob sie wohl das Richtige tue, mit ihrem erfüllten Jugendtraum "Lassie" einer Colliehündin. Eine weitere Frau gesellte sich mitsamt Hündin zu uns und bestärkte die Colliehund-Besitzerin in ihrer Entscheidung mit dem Argument der Scheinschwangerschaft bei Hündinnen. Endlich waren wir dran und Tiger bekam seine Schlafspritze. 

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22tag6.jpg (27231 Byte) Es ist Herbst und meine Kleinen sollen natürlich auch mit den Blättern spielen dürfen. Mein Teppichboden war anschließend aber auch sehr herbstlich geschmückt.

Zu Hause angekommen wurden die beiden daheim Gebliebenen erst mal abgefüttert. Doch großen Hunger hatte keine von ihnen. Drei Stunden später konnte ich meinen Macho wieder abholen, er war noch völlig beduselt. Ich bekam die Auflage, dass er nichts Fressen und auf keinen Fall springen dürfe. Nur das hätte man besser mal Tiger übersetzt. Er torkelte hier von einer Ecke in die andere, da ihm sein Hinterteil nicht gehorchte und fand nirgendwo Ruhe. Schließlich legte ich mich zu ihm auf den Boden und streichelte und besänftigte ihn. Lotte und Putzi beschnüffelten ihn von oben bis unten und waren glücklich, dass der Herr im Haus wieder zurück war. Es dauerte keine 2 Stunden, da hatte unser Kerlchen aber Hunger wie noch nie und schleppte sich immer in Richtung Napf. Er versuchte selbst auf den Tisch zu springen, wodurch er leider nur die Tischdecke herunterriss. Spätabends hatte ich dann ein Einsehen, und gab ihm verbotenerweise 2 TL zu fressen. Es ist alles gut gegangen und nächtens hatte Tiger schon die Küche auf den Kopf gestellt und die Aluschälchen von unten angeknabbert, mit eher magerem Ergebnis. 

Am Morgen danach wurde sein Hunger endlich gestillt und er fraß sichtlich entzückt, indem er die ganze Zeit dabei schnurrte. Heute ist er schon wieder keck wie eh und je, als ob nie etwas gewesen wäre.

Nun zeige ich euch doch noch, welche Ausflüge meine kleine Lotte samt ihrem Bruder in der Zwischenzeit so macht.

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22tag11.jpg (18916 Byte) so saßen die Beiden doch tatsächlich hoch oben auf meinem Kleiderschrank. Lotte klettert dafür die Wand hoch und hangelt sich das letzte Stück an der Kante hoch, während Tiger von einem Koffer aus hochspringt.

Hier noch mal Portraits von den Kleinen.

Der erste Akt ist nun geschafft, unserer kleinen Lotte steht es leider noch bevor, aber ein wenig Schonzeit hat sie noch.

Es wird mal Zeit, dass ich hier weiter schreibe, denn an dieser Stelle ist Schluss......

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