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Leider musste ich im März diesen Jahres meine alte Dame Nicki einschläfern lassen. Es ist immer ein schwere Entscheidung, wann denn der richtige Zeitpunkt für solch ein Tier gekommen ist, denn schließlich können sie ja nicht sprechen.
 

Nachdem ich aber nun fast wöchentlich mit ihr zum Spritzen musste, damit sie wieder etwas fressen konnte, weil die Nieren versagten, und ich mir morgens schon die Augen aus dem Kopf heulte, weil sie dort wie ein armes Häufchen Elend saß, reifte der Entschluss, es musste sein.

Ich rief den Tierarzt an, damit er meiner Nicki hier in ihrem Zuhause besagte Spritze gab, damit sie wenigstens nicht noch zum Schluss völlig aufgeregt war. Der Tierarzt ließ mich 6 Stunden warten und ich bin in der Zeit, wie ein aufgescheuchtes Huhn ständig zwischen Wohnzimmer und Küchenfenster, na kommt er denn nun?, hin und her gelaufen. Er schaffte es doch tatsächlich den vereinbarten Termin um 4 Stunden zu überziehen. Putzi ahnte, dass da etwas nicht stimmte und drängte sich dazwischen als der Arzt Nicki die Spritze geben wollte. Er sagte, dass ihre Augen schon völlig trüb waren und sie total blind gewesen sein muss und das fast ohne Tasthaare, die ihr mein Sohn mal als Kind gestutzt hatte.

Es ging dann alles ganz rasch und nachdem ich einige Stunden gewartet hatte, denn ich habe immer Panik, dass sie nicht wirklich tot sind und dann vielleicht in der Erde wieder wach werden, habe ich dann tränenüberströmt meine Nicki im Garten meiner Freundin begraben. Jetzt ist sie im Regenbogenland und wartet dort auf mich...............

Putzi war in den darauffolgenden Tagen und Wochen völlig durch den Wind und vermisste unsere Nicki. Sie fraß nicht mehr viel und hing nur lurig in der Gegend herum. Also startete ich meine Anrufe zum Tierheim und zu diversen Angeboten, die in Zettelform bei Tierärzten herumhingen. Die Zeit war noch zu früh, junge Kätzchen gab es noch nicht und eine ältere hätte Putzi, glaube ich, nicht akzeptiert. Wir hatten da nämlich mal einen Versuch bei meinem langjährigen Lebensgefährten gestartet, der aber völlig in die Hose ging. Sie gebärdete sich wie eine Irre und stürzte sich auf die Kleine, als ob sie sie fressen wollte. Das konnte ja heiter werden.

Sie verhielt sich noch schlimmer, als Nicki das damals bei ihr gemacht hatte. 
Dann bekam ich im April einen Anruf von meinem Tierarzt,  eine Katze hatte  Junge geworfen und eine Tricolor war dabei, die meiner Nicki sehr ähnlich sah. Nun hieß es warten, denn Putzi wurde von Tag zu Tag unausgeglichener und musste immerzu beschäftigt werden. 

Nach 6 Wochen startete ich meinen ersten Besuch auf dem Bauernhof um unsere Zukünftige mal ins Auge zu fassen. Es kam wie es kommen musste. Die für mich Ausgesuchte, war die Kleinste von allen und zuvor schon mal 2 Tage von der Mutter verschleppt worden. Sie war scheu und sehr ängstlich. Im Geiste sah ich schon meine Putzi, die sich auf das hilflose Wesen stürzte. Da war dann aber noch ein rot gestromter Kater, der unglaublich pfiffig in die Gegend guckte und mutig seine Umwelt erkundete.  Was sollte ich nun machen? Hättet Ihr Euch entscheiden können?

Diese Lütte sollte meine Nickinachfolgerin werden:



Und hier kommt der vorwitzige Stromer:

Ich konnte es nicht und so zogen diese beiden kleinen Katzenkinder (9 Wo. alt) am 06.06.03 bei uns ein.