Die Geschichte des Apfel (nicht meine!)

Es tut mir leid, aber ich muss mal wieder bei Adam und Eva anfangen.

Diese paradiesische Frucht hing am Baum der Erkenntnis, keine Banane oder Orange, nein ein Apfel!

Wer weiß wie unser Leben aussähe, hätte Eva (mal wieder die Frauen) den Adam nicht verführen wollen; und, wäre Adam (mal wieder die Männer) diesen Verführungskünsten nicht erlegen. Da Adam dieser Köstlichkeit nicht widerstehen konnte, nahm die Geschichte ihren Lauf und wir müssen uns heute unser Paradies auf Erden schaffen.

Der Apfel gehört zu den ältesten Wildobstarten und man nannte ihn lateinisch "Malus sylvestris." Alle Edelzüchtungen stammen von diesem ersten Apfel ab. Es ist bekannt, dass bereits vor 7000 Jahren die ersten Äpfel von Kaufleuten bis zum Nil transportiert wurden.

Äpfel zu veredeln hatten die Römer von den Griechen gelernt und so gab es um 2000 v. Chr. bereits sieben Apfelsorten. Selbst Ramses der II (1223-1290 v. Chr.) züchtete schon Äpfel und war stolzer Besitzer riesiger Apfelplantagen. Aber auch im Norden hielt der Apfel seinen Einzug, er gelangte durch die Legionäre nach Germanien, wo dann heftig weiter experimentiert wurde.

Bereits im Mittelalter war der Apfel in ganz Europa verbreitet, und erfreute sich größter Beliebtheit, als Vitaminspender für die tristen Wintermonate.

Heutzutage gibt es nahezu 20.000 verschiedene Apfelsorten und jährlich kommen mehr dazu.

Um keine andere Frucht ranken sich so viele Geschichten und Legenden, wie um den Apfel. Oder wusstet ihr, dass er nach dem Epos von Homer den Trojanischen Krieg ausgelöst haben soll? Und das kam so:

Paris, auch Alexander genannt, in der griechischen Mythologie Sohn des Priamos und der Hekabe, des Königs und der Königin von Troja. Eine Prophezeiung sagte, dass Paris eines Tages Schuld am Untergang Trojas tragen würde. Daher wurde er von seinem Vater auf dem Berg Ida ausgesetzt, wo er von Schäfern gefunden und aufgezogen wurde. Eines Tages als er die Schafe hütete, entstand ein Streit zwischen den Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite. Die drei Göttinnen wollten, dass Paris entscheiden solle, wer von ihnen die Schönste sei. Jede versuchte, ihn zu bestechen (ich sag's mal wieder Frauen), so versprach ihm Hera, ihn zum Herrscher über ganz Europa und Asien zu machen, Athene gab ihm das Versprechen, Troja zum Sieg gegen die Griechen zu führen, und Aphrodite gelobte, ihm Helena, die schönste Frau der Welt und Gattin des Menelaos, des Königs von Sparta, zu geben. Paris stimmte für Aphrodite (Männer!!!), und schenkte ihr einen goldenen Apfel, was die beiden anderen Göttinnen sehr erzürnte.

Bitte um Verzeihung für meinen kleinen Exkurs in die Sagenwelt, aber wo ich schon einmal dabei bin, hier auch noch das:

Der habsburgische Landvogt Gessler sorgte dafür, dass der Apfel für die Schweizer zur Symbolfrucht wurde.

Wilhelm Tell, aus dem Dorf Bürglen im Kanton Uri, weigerte sich, dem Vogt Gessler die geforderte Ehrenbezeugung zu erweisen. Daraufhin wurde er von ihm gezwungen, einen Apfel mit einer Armbrust vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Obwohl ihm das Kunststück gelang, wurde er ins Gefängnis geworfen. Geradlinig wie er war, hatte er zugegeben, dass er Gessler getötet hätte, wenn seinem Sohn etwas zugestoßen wäre. Ihm gelang die Flucht und er tötete Gessler. So begann die Auflehnung der Schweizer gegen die österreichische Herrschaft, ausgelöst durch einen kleinen Apfel.

Nun kommen wir auch noch zu den Märchen, na welches ist es wohl?

Richtig: "Schneewittchen"

Hätte Schneewittchen je ihren Traumprinzen bekommen, wenn sie nicht in einen verlockend rotbackigen Apfel gebissen hätte?

Wir sehen der Apfel schreibt Geschichte, apropos Geschichte.

Der Malus communis hatte auch in der Politik eine tragende Rolle. Schließlich bestanden die Insignien der Macht bereits ab dem 12. Jahrhundert aus der Krone, dem Zepter und ? dem Reichsapfel.

Zum Schluss, wenigstens einmal im Jahr haben wir noch Befassung mit dem Apfel als Symbol. Dann nämlich, wenn der Nikolaus am 6.Dezember Nüsse und Äpfel verteilt.

mehr vom Apfel?
Es gäbe noch einiges zu erzählen, aber das ein anderes Mal.......